FAQ: Einkommensteuer-Erklärung

Gerne erstellen wir Ihre Einkommensteuer-Erklärung für Sie. Hier haben wir die Antworten auf die häufigsten Fragen für Sie zusammengestellt:

Für wen erstellen wir Steuererklärungen?

Wir erstellen Steuererklärungen für Jedermann. Egal ob Arbeitnehmer, Unternehmer, Rentner, Vermieter, etc.

Wer ist zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet?

Grundsätzlich ist erst Mal jeder zur Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung verpflichtet. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, insbesondere bei Arbeitnehmern. Die Regelungen sind teilweise recht komplex. Der typische Fall bei Arbeitnehmern, bei der keine Abgabepflicht vorliegt, ist wenn der Arbeitslohn nach Steuerklasse I bei Ledigen bzw. Steuerklassenkombination IV/IV bei Verheirateten abgerechnet wurde und keine Besonderheiten wie zum Beispiel Entgeltersatzleistungen (Krankengeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld o. ä.) in dem entsprechenden Jahr bezogen wurden. Dann muss in der Regel keine Steuererklärung abgegeben werden. Aber natürlich kann in einem solchen Fall eine Erklärung abgegeben werden. Man spricht dann von einer sogenannten “Antragsveranlagung”. Bei Rentnern mit einer geringen Rentenhöhe kann in der Regel auch auf die Abgabe einer Erklärung verzichtet werden.

Unser Versprechen:

Sollten wir im Zuge der Bearbeitung feststellen, dass keine Abgabepflicht vorliegt und die Erstattung nicht mindestens unsere Gebühren deckt, brechen wir die Arbeiten frühzeitig ab, um die Kosten für unsere Mandanten so gering wie möglich zu halten.

Welche Unterlagen benötigen wir für die Erstellung der Einkommensteuererklärung?

Wir haben mal die gängigsten Unterlagen für Sie zusammengestellt, die in Frage kommen könnten – selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Grunddaten: (sofern uns die Daten noch nicht vorgelegen haben oder sich geändert haben)

  • Name, Anschrift, Steuer-Identifikationsnummer und Geburtsdatum des/der Steuerpflichtigen sowie ggf. der Kinder mit Kindergeldanspruch
  • ggf. Hochzeits-, Trennungs- oder Scheidungsdatum
  • Angaben zur Religionszugehörigkeit
  • Berufsbezeichnung/en
  • Bankverbindung
  • falls vorhanden, den letzten ESt-Bescheid

Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, etc.:

  • Spendenbescheinigungen
  • Angaben und Nachweise bei Schwerbehinderung
  • Krankheitskosten (Arztkosten, Medikamente, Fahrtkosten, etc.) sowie ggf. Erstattungen
  • Rechnungen und Zahlungsnachweise über haushaltsnahe Beschäftigungs-, Dienstleistungs- oder Handwerkerleistungen (z.B. Schornsteinfeger, Heizungswartung, Maler, Elektro- oder Sanitärreparaturen, Fensterputzer, Putzfrau, etc.)

Kinder mit Kindergeldanspruch: 

  • Elterngeldbescheid
  • Nachweise über Kinderbetreuungskosten (z.B. Kita-Gebühren, Tagesmutter, OGS, etc.)
  • Bei Kindern über 18 Jahren Angaben zum Berücksichtigungsgrund (z.B. Schule, Ausbildung,…)

Vorsorgeaufwendungen (Versicherungen):

  • Bescheinigung der freiwilligen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
  • Bescheinigungen zu sog. “Riester-” oder “Rürup”-Rentenbeiträgen
  • Bescheinigungen über freiwillige Rentenversicherungsbeiträge oder zu einem Versorgungswerk
  • Beiträge zu Haftpflicht-, Unfall-, Lebens-, Berufsunfähigkeits-, Krankenzusatz- oder sonstigen Risikoversicherungen (nicht aber Hausrat-, Gebäude-, Glas- oder ähnliche Versicherungen)

Gut zu wissen:

Bei Arbeitnehmern wirken sich die letztgenannten Versicherungen in der Regel nicht mehr aus, weil die Höchstbeträge bereits durch die in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesenen Sozialversicherungsbeiträge ausgeschöpft sind.

Arbeitnehmer:

  • Lohnsteuerbescheinigungen
  • ggf. Bescheinigungen über erhaltenes Krankengeld, Arbeitslosengeld, etc.
  • Bei Fahrtkosten Anschrift der Arbeitsstätte, Arbeitstage pro Woche, Urlaubs- und Krankheitstage im Kalenderjahr
  • Gewerkschaftsbeiträge
  • Fachliteratur, Arbeitskleidung und sonstige berufliche Ausgaben
  • Reisekostenaufstellungen (Datum, Ort, Zweck, Abwesenheitszeiten, erhaltene Mahlzeiten und Arbeitgebererstattungen)
  • Fortbildungskosten (Lehrgangsgebühren, Prüfungsgebühren, Fahrtkosten, Kosten der Unterbringung, etc.)
  • Nachweise über ein häusliches Arbeitszimmer, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht
  • Anlage VL

Rentner:

  • Rentenbescheide bzw. Rentenmitteilungen der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Rentenmitteilungen anderer Stellen (z.B. bei “Riester”-Rente, Zusatzversorgungskasse, etc.)
  • Beginn der jeweiligen Renten

Vermietung und Verpachtung:

  • Bei Anschaffung: Kaufvertrag, Bescheid über Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Gerichtskosten, Maklergebühren, Baujahr des Gebäudes
  • Bei neuen Mandanten mit bestehenden Häusern: Bemessungsrundlage für die Abschreibung, Anschaffungsdatum, Baujahr, Angaben zu den bisher geltend gemachten Abschreibungen)
  • Höhe der Mieteinnahmen und Nebenkostenzahlungen (falls möglich getrennt angeben)
  • Nebenkostenabrechnungen
  • Darlehensauszüge
  • Instandhaltungskosten
  • Rechnungen über die umlagefähigen Kosten (Grundbesitzabgabenbescheid, Gebäudeversicherungen, Heizkosten, Wasser- und Abwassergebühren, Schornsteinfeger, etc.)
  • Sonstige Kosten (Fahrtkosten, Steuerberatungskosten, Hausgeldabrechnungen bei Eigentümergemeinschaften, Kosten für Mietverträge, etc.

Kapitalvermögen

  • Steuerbescheinigungen der Kreditinstitute

Wie lange dauert die Bearbeitung der Steuererklärung?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass die Bearbeitungsdauer nicht mehr als vier Wochen betragen sollte. Oftmals sind wir sogar deutlich schneller. In Spitzenzeiten kann es aber vereinzelt auch mal etwas länger dauern. Diese Fälle sind aber eher die Ausnahme.

In welcher Form können die Unterlagen zur Verfügung gestellt werden?

Da nur noch wenige Unterlagen dem Finanzamt im Original vorgelegt werden müssen, können die Unterlagen auf unterschiedlichste Weise zur Verfügung gestellt werden. Der klassische Weg ist die Einreichung in Papierform mittels persönlicher Übergabe, Einwurf in den Briefkasten oder Postversand. Besondere Anforderungen stellen wir nicht, aber natürlich haben wir an ordentlich abgehefteten Belege mehr Freude als an dem “Schuhkarton-System”.

Alternativ kann die Steuererklärung auch digital abgewickelt werden. Sofern Sie keine Sicherheitsbedenken haben, können Sie uns Ihre Belege auch per Email zukommen lassen. Sicherer als eine Email ist die Überlassung auf einem Datenträger. Wir können Ihnen aber auch zwei Systeme für den sicheren (auch unterjährigen) Datenaustausch zur Verfügung stellen.

Mit unserem kostenlosen System “TeamDrive” ist ein einfacher und sicherer Datenaustausch problemlos möglich. Der Datenaustausch erfolgt über die Server der DATEV. Mit einem geringen Installations- und Einrichtungsaufwand erstellen Sie ganz einfach einen Dateiordner, auf den wir gegenseitig zugreifen können.

Eine weitere sichere Variante ist das ebenfalls kostenlose Portal “DATEV Meine Steuern”. Hier können Sie die Belege über einen gesicherten Zugang zur Datev-Cloud sammeln, bearbeiten und für uns zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können Sie über dieses Portal die fertige Steuererklärung einsehen und zur Übermittlung an das Finanzamt per Mausklick freigeben.

Wie ist der Ablauf?

Bitte vereinbaren Sie mit uns für die Abgabe Ihrer Unterlagen einen Termin. Sind Sie schon bei uns Mandant und haben sich zum Vorjahr keine Veränderungen ergeben, können Sie Ihre Unterlagen auch ohne Termin einreichen. Sollten sich im Rahmen der Bearbeitung Rückfragen ergeben, werden wir Sie kontaktieren. Sobald die Steuererklärung fertig gestellt ist, senden wir Ihnen eine Ausfertigung zur Prüfung und Durchsicht, eine Freigabeerklärung, unsere Gebührenrechnung sowie die nicht mehr benötigten Unterlagen zu. Sofern Sie keine Änderungswünsche haben, lassen Sie uns einfach die beigefügte Freigabeerklärung unterschrieben zukommen. Wir übermitteln dann Ihre Steuererklärung auf elektronischem Weg an das Finanzamt.

In der Regel lassen wir uns von unseren Mandanten eine Beratungs- und Empfangsvollmacht für das Finanzamt erteilen. Rückfragen des Finanzamtes sowie der Bescheid werden dann zunächst an uns geschickt. Etwaige Rückfrage werden, falls erforderlich nach Rücksprache mit unseren Mandanten, durch uns bearbeitet. Der Bescheid wird von uns geprüft und an unsere Mandanten weitergeleitet. Falls erforderlich stellen wir auch Änderungsanträge oder legen Einspruch gegen falsche Bescheide ein. Auch zum Thema Vorauszahlungen oder Steuerklassenänderung stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Bis wann muss die Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht werden?

Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 haben sich die Abgabefristen verlängert. Künftig sind die Steuererklärungen spätestens zu folgenden Termin abzugeben:

  • bei Erstellung durch einen Steuerberater bis spätestens 28. Februar des übernächsten Jahres
  • ansonsten bis zum 31. Juli des nächsten Jahres

Automatischer Verspätungszuschlag

Im Gegenzug zu den verlängerten Abgabefristen wurde ein automatischer Verspätungszuschlag eingeführt, wenn die oben genannten Fristen nicht eingehalten werden. Dieser beträgt für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25% des Nachzahlungsbetrages, mindestens jedoch 25 €. In Erstattungs- oder Nullfällen kann von einem Verspätungszuschlag abgesehen werden. Dies liegt aber im Ermessen des Finanzamts.

Hinweis in eigener Sache:

Zum Ende der Abgabefrist haben wir in der Regel sehr viel zu tun. Bitte reichen Sie Ihre Unterlagen daher frühzeitig ein, weil wir sonst eine pünktliche Fertigstellung Ihrer Steuererklärung vor Ablauf der Abgabefrist nicht garantieren können.

Wie lange dauert die Bearbeitung beim Finanzamt?

Die Frage der Bearbeitungsdauer beim Finanzamt ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Einfache Arbeitnehmer-Veranlagungen werden inzwischen fast vollständig maschinell verarbeitet. In solchen Fällen beträgt die Bearbeitungsdauer nach unserer Erfahrung nur zwei bis vier Wochen. Handelt es sich um komplexere Fälle oder wurden im größeren Umfang Steuerermäßigungen beantragt, muss die Steuererklärung vom zuständigen Sachbearbeiter geprüft werden. Dadurch erhöht sich die Bearbeitungsdauer nach unserer Erfahrung auf ca. vier bis zwölf Wochen.

Was kostet die Steuererklärung?

Der Gebührenrahmen ist grundsätzlich in der „Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)“ festgelegt. Diese regelt die Rahmengebühren für die unterschiedlichen Tätigkeiten, zum Beispiel Steuererklärungen, Finanzbuchhaltung, Jahresabschlusserstellung oder Lohnbuchhaltung. In der Regel ist der Gebührenrahmen von der Höhe der Einkünfte abhängig. Je nach Schwierigkeit und Aufwand können wir innerhalb dieses Rahmens die Gebühren festsetzen. Die Höhe der Steuererstattung spielt also keine Rolle.

Hier ein Beispiel für eine einfache Einkommensteuererklärung eines Arbeitnehmers:

Jahresbruttoarbeitslohn: 30.000 €
Verbleibende Einkünfte nach Werbungskosten: 28.000 €

Hier ergibt sich für eine einfache Steuererklärung eine Gebühr in Höhe von ca. 165 €. Mit steigendem Aufwand oder Einkommen steigen auch die Gebühren.

 

Sollten sie weitere Fragen zum Thema Steuererklärung haben, dann sprechen Sie uns gerne an!